1.Offenbrüter
Die Geschlechtsunterscheidung ist sehr deutlich, wobei das Erscheinungsbild von Art zu Art sehr verschieden sein kann.
Das Männchen umwirbt das laichreife Weibchen, wobei es sich in seinen schillernsten Farben präsentiert. Ist das Weibchen bereit, folgt es dem Männchen zu dem ausgesuchten Laichplatz, was ein Stein, eine Pflanze o.ä. sein kann.
Die beiden säubern ihr Substrat mit sehr viel Hingabe, wobei das Männchen nicht aufhört, sein Weibchen immer wieder anzubalzen.
Dieses umwerben und putzen des Laichplatzes kann mehrere Tage dauern. Schließlich sind sie dann aber doch fertig und das Männchen beginnt nun, das Weibchen in die Flanken zu stubsen; im darauffolgenden werden die Eier von dem Weibchen auf dem Substrat abgelegt und das Männchen überschwimmt diese und gibt seinen Samen dazu.
Dieser Vorgang wiederholt sich etliche Male und eine Eiablage von mehreren Hundert Eiern ist nicht selten. Das Männchen übernimmt nun in der Regel die Überwachung und Verteidigung des Revieres, während das Weibchen die Eier mit Frischwasser befächelt und die verpilzten Eier entfernt.
Geht in den kommenden Tagen alles gut, schlüpfen die Jungfische relativ schnell (Abhängig von der Temperatur).
Sie sind ziemlich hilflos, da an ihnen noch der Dottersack heftet, von denen sie sich in den ersten Tagen ernähren, bis sie selber kleinste Nahrung aufnehmen können (zb. frisch geschlüpfte Artemiakrebschen).
In diesem Stadium werden sie von beiden Elterntieren sehr oft in zuvor ausgehobenen Kuhlen untergebracht.
Wenn die Fischchen dann anfangen aufzuschwimmen, geht der Stress für die Eltern erst richtig los – ich möchte es mal mit „einem Sack Flöhe hüten“ vergleichen.
Aber auch hier hat die Natur vorgesorgt, denn irgendwie müssen die Kleinen ja auf ihre Eltern „hören“.
Die Elterntiere machen bestimmte Bewegungen in bestimmten Situationen um die Nachzucht zu bändigen. So kann man , zb. In einem Gesellschaftsbecken, wo Fische ihre Nachzucht großziehen beobachten, daß Flossenzucken der Elterntiere ausreicht um die Kleinen auf dem Boden zu halten, da grad ein großer Fisch einer anderen Art vorbeikommt – und die haben die Babyfische bekanntlich zum fressen gern.
Sicherlich gibt es Verluste in einem Gesellschaftsbecken, da die Gelege der Offenbrüter aber sehr groß sind, kommen immer Junge durch.
Die Brutpflege dauert in der Regel so etwa 3 Wochen, solange hält sich auch die Brutfärbung der Elterntiere.
Danach kann es dann wieder zu einem neuen Gelege kommen.....
2.Versteckbrüter
Im Prinzip läuft es genauso ab wie bei den Offenbrütern, nur hier wird nicht auf einem offenen Substrat abgelaicht, sondern an einem nicht einsehbaren Ort, meistens eine Höhle .
Die Eier werden an die Wände geheftet und dort betreut.
Die Gelege sind nicht so groß wie bei den Offenbrütern, da sie schon den Schutz einer Höhle haben und so vor Fressfeinden besser geschützt sind.
3. Höhlenbrüter
Der Unterschied liegt darin, dass die Höhlenbrüter ihre Eier direkt an die Decke ihres Unterschlupfes heften und nicht an die Wände.
Quelle: Aquarienatlas
Quelle: Aquarienatlas